In vier Schritten zum Erfolg

Beim Aufbau eines Qualifizierungssystems sollten immer die eigenen Mitarbeiter beteiligt sein. Sie sind die Experten was ihren Arbeitsplatz betrifft und haben zumeist einen klaren Blick auf die Anforderungen des jeweiligen Arbeitsplatzes und auf die Schwierigkeiten, die im Alltag auftreten. Nur in Ausnahmefällen können externe Qualifizierungsmaßnahmen als Ergänzung sinnvoll sein. Für das konkrete Vorgehen bedeutet das, dass für eine Abteilung des Unternehmens eine Arbeitsgruppe gebildet wird, in der sich die Wissensträger des Bereiches befinden. Mit ihnen wird in einem moderierten Prozess folgendes Szenario durchgespielt:

Schritt 1: Arbeitsinhalte sammeln

Stellen Sie sich vor, ein neuer Mitarbeiter, der überhaupt keine Erfahrung hat, kommt in Ihren Bereich und soll zu einem richtig guten Mitarbeiter ausgebildet werden. Was muss er alles wissen? (Maschinen, Methoden, Menschen Verfahren, Struktur und Organisation etc.)
Anhand dieser Leitfrage entsteht schlagwortartig ein Inhaltsverzeichnis, das im weiteren Prozess ergänzt und in eine zeitliche Reihenfolge gebracht wird.

Schritt 2: Anforderungen konkretisieren

Zu jeder "Schlagwort-Überschrift" werden in einer prägnanten Beschreibung die typischen Abläufe und Besonderheiten gesammelt. So entstehen kleinere, qualifizierbare Einheiten.
Die Ausbildungsinhalte die nun als Überschriften vorhanden sind, werden im Rahmen eines moderierten Dialogs stichpunktartig in schulbare Einheiten auf maximal einer DIN A4 Seite pro Einheit zusammengefasst. Sowohl der Standardablauf als auch Besonderheiten oder typische Fehlerquellen werden hierbei berücksichtigt. Bereits im Unternehmen vorhandene Unterlagen können direkt eingearbeitet oder als Quellenverweis benannt werden.
In diesem Schritt entsteht eine vollständige, gegliederte Struktur sämtlicher in dem Bereich notwendigen Qualifizierungsinhalte.

Schritt 3: Prüfkriterien definieren

Um den Erfolg von Schulungsmaßnahmen messen zu können, ist es nötig zu überlegen, welche Inhalte auf welche Weise abgeprüft werden sollen. Hierzu müssen Prüfkritierien definiert werden. Zudem muss entschieden werden wie der Qualifikationsstand eines Mitarbeiters quantifiziert werden kann. Es entsteht ein Qualifikationsprofil, das in seiner Summe die Qualifizierungsmatrix des Bereiches ergibt. Hierin kann jetzt der derzeitige Kenntnisstand (Ist-Stand) eines jeden Mitarbeiters erhoben und mit einem definierten Qualifizierungssoll abgeglichen werden. Die gesammelten Daten werden mit der einfach zu bedienenden edo:score Software erarbeitet und abgebildet.

Schritt 4: Qualifizierung starten!

Nach der Erstellung der Unterlagen werden die Trainer (erfahrene Mitarbeiter aus dem Bereich) in ihre Tätigkeit eingeführt (Train the Trainer). Anschließend beginnen sie mit den Schulungen der Mitarbeiter. Sie greifen dabei auf die erarbeiteten Unterlagen zurück, die ihnen die Sicherheit geben keine wesentlichen Inhalte zu übersehen. Die Schulung beginnt mit der Ist- Aufnahme (welchen Kenntnisstand hat der Mitarbeiter derzeit?) und endet mit der Rückmeldung der Schulungsergebnisse in die Qualifizierungsmatrix. Die für das Stammpersonal erarbeiteten Dokumente bilden in inhaltlich reduzierter Form auch die Grundlage für die Einarbeitung befristeter Arbeitskräfte.