Raum für Ideen

Der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP), im Japanischen auch als Kaizen bekannt, ist eine hocheffiziente Methode um mitarbeitergetragen Verbesserungen zu generieren. Besonders im Hinblick auf die Kosten in Produktion und Verwaltung lassen sich durch die konsequente Vermeidung von Verschwendungen und Blindleistungen sowie die Definition von Standards deutliche Spareffekte erzielen.

Potentiale schlummern überall - ob Fertigung, Administration oder bei der Zusammenarbeit mit Lieferanten. Einige Beispiele für die beobachtbaren Effekte durch KVP zeigt die folgende Tabelle.

Produktion Verwaltung Allgemeine positive Effekte
Kostenersparnis durch die Beseitigung von Verschwendung Verringerung von Rückfragen Steigerung der Mitarbeitermotivation
Senkung der Durchlaufzeit für Produkte Senkung von Bearbeitungszeiten stärkere Identifikation mit dem Unternehmen
Steigerung der Liefertermintreue Optimierung der Büroorganisation gesteigertes  Problem- und Kostenbewusstsein
Bestandssenkung  von Fertigwaren und / oder Rohteilen Erhöhen der Mitarbeiterflexibilität Verbesserung der Zusammenarbeit hierarchie- wie abteilungsübergreifend
Verringerung von Ausschuss- und Nacharbeitsquote Steigerung der Produktivität   insgesamt eine Verbesserung des Betriebsklimas.

 

Das Gute daran ist: Die Experten für erfolgreiche Verbesserungsprozesse sind Ihre eigenen Mitarbeiter!

Wie funktioniert KVP?
Die Grundidee lautet: Mitarbeiter beschreiben Probleme oder machen Verbesserungsvorschläge, die ihren Arbeitsplatz betreffen. Um diese Ideen systematisch zu nutzen, bedarf es einer Organisation und einer Infrastruktur. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess ist üblicherweise bei der Geschäftsführung verankert, um die Bedeutsamkeit hervorzuheben und den strategischen und disziplinarischen Durchgriff auf die einzelnen Unternehmensbereiche zu gewährleisten. Die Geschäftsführung definiert die strategischen Ziele, und entscheidet über zeitliche und personelle Ressourcen. Verantwortlichkeiten für den Prozess werden definiert und die benannten Mitarbeiter qualifiziert. Weiterhin delegiert die Geschäftsleitung an die definierten KVP Verantwortlichen den Aufbau der Infrastruktur wie Prämiensystem, Visualisierungsarten, KVP Vorschlagszettel etc. Die Mitarbeiter ihrerseits machen wie erwähnt Vorschläge oder liefern Problembeschreibungen aus ihrem Arbeitsbereich, da sie für ihre Arbeit die Experten sind. Die Vorschläge der Mitarbeiter werden zeitnah geprüft, im Team werden Lösungen erarbeitet, in einen Maßnahmenplan überführt, umgesetzt und überprüft. Die Motivation an dem KVP Prozess teilzunehmen kann durch ein Prämiensystem gestützt werden. Ein Mess- und Informationssystem macht die Veränderungen für alle Beteiligten sichtbar und die Erfolge messbar.